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Akustikbild

Akustikbild mit abstraktem Motiv als schallabsorbierendes Wandelement im Buero

Was ist ein Akustikbild?

Ein Akustikbild ist ein schallabsorbierendes Wandelement, dessen sichtbare Oberfläche als Bildmotiv gestaltet ist. Es besteht aus einem Absorberkern, der mit einem schalldurchlässigen, bedruckbaren Textil bespannt wird. Ein Akustikbild verbindet damit zwei Funktionen: Es baut Schallreflexionen im Raum ab und übernimmt zugleich die Rolle eines Wandbildes.

Akustikbilder zählen zur Gruppe der porösen Absorber. Ihre akustische Wirkung entsteht nicht durch das Motiv, sondern durch den Kern dahinter.

Wie ist ein Akustikbild aufgebaut?

Ein Akustikbild besteht aus drei Schichten, die zusammenwirken.

  1. Rahmen: ein umlaufendes Profil aus Aluminium oder Holz, das die Form gibt und die Montage ermöglicht.
  2. Absorberkern: das akustisch wirksame Material, meist Mineralwolle, Polyestervlies oder Melaminharzschaum. Seine Dicke bestimmt maßgeblich, bis zu welcher Frequenz das Bild wirkt.
  3. Bespannung: ein schalldurchlässiges Gewebe, das bedruckt wird. Es muss luftdurchlässig bleiben, damit der Schall den Kern überhaupt erreicht.

Der dritte Punkt entscheidet über Erfolg oder Wirkungslosigkeit. Wird ein dichtes, beschichtetes Material bedruckt, etwa eine herkömmliche Leinwand oder eine folierte Oberfläche, prallt der Schall daran ab und der Absorberkern bleibt ohne Funktion. Ein solches Bild sieht aus wie ein Akustikbild, ist aber akustisch ein normales Wandbild.

Schichtaufbau eines Akustikbildes im QuerschnittQuerschnitt durch ein Akustikbild an einer Wand: von links die Wand, dahinter ein Luftspalt, der Absorberkern, und vorne die schalldurchlässige bedruckte Bespannung. Schallwellen treten durch die Bespannung in den Kern ein.WandLuftspaltAbsorberkernBespannungschalldurchlässig, bedrucktSchall tritt durch dieBespannung in den KernDichtes Druckmaterial machtdie Wirkung zunichte.Abb. 1 · Raumakustik Team
Abb. 1: Schichtaufbau eines Akustikbildes im Querschnitt.

Wie gut wirkt ein Akustikbild?

Die Wirkung eines Akustikbildes hängt von drei Größen ab: der Dicke des Absorberkerns, der belegten Fläche und dem Abstand zur Wand. Übliche Ausführungen mit vier bis sechs Zentimetern Kernstärke wirken zuverlässig im Bereich der menschlichen Sprache und damit dort, wo Störungen im Büro entstehen.

Für tiefe Frequenzen reicht diese Bauhöhe nicht aus. Wer Brummen oder dumpfe Geräusche bekämpfen will, braucht deutlich dickere Aufbauten oder einen Absorbertyp mit Resonanzwirkung.

Ein häufiger Irrtum betrifft die Menge. Ein einzelnes Bild in einem großen Raum verändert die Raumakustik kaum messbar. Erst eine ausreichend große Gesamtfläche, verteilt auf mehrere Wände, führt zu einer spürbaren Verbesserung. Wie viel Fläche nötig ist, ergibt sich aus dem Raumvolumen und der Nutzung.

Wo werden Akustikbilder eingesetzt?

Akustikbilder werden dort eingesetzt, wo akustische Wirkung erwünscht ist, technische Elemente aber optisch stören würden. Typische Einsatzorte sind Empfangsbereiche, Besprechungsräume, Wartezonen von Praxen, Kanzleien und Gastronomie.

Der praktische Vorteil liegt in der Akzeptanz. Während technisch wirkende Absorber in repräsentativen Räumen häufig abgelehnt werden, lassen sich Akustikbilder mit Unternehmensmotiven, Fotografien oder ruhigen Farbflächen selbstverständlich in die Gestaltung einfügen. Sie sind damit oft der einzige Weg, in solchen Räumen überhaupt Absorptionsfläche unterzubringen.

Reicht die verfügbare Wandfläche nicht aus, werden Akustikbilder mit Maßnahmen an der Decke kombiniert. Weitere Ausführungen zeigen die Wandmodule und die Deckenmodule.

Häufige Fragen zu Akustikbildern

Kann man ein eigenes Motiv drucken lassen?

Ja. Üblich sind eigene Fotografien, Unternehmensmotive oder ruhige Farbflächen. Voraussetzung ist eine ausreichende Auflösung der Vorlage und ein schalldurchlässiges Druckmaterial, damit die akustische Wirkung erhalten bleibt.

Wie werden Akustikbilder montiert?

Akustikbilder werden in der Regel über Wandhalterungen oder Schienensysteme befestigt. Ein bewusst eingeplanter Abstand zur Wand verbessert die Wirkung im tieferen Frequenzbereich.

Ersetzt ein Akustikbild ein Deckensegel?

Nicht grundsätzlich. Die Decke ist meist die größte unverstellte Fläche und damit akustisch am wirksamsten. Akustikbilder ergänzen Deckenmaßnahmen oder übernehmen deren Rolle, wenn die Decke baulich nicht nutzbar ist.

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